4stats Webseiten Statistik + Counter
Blüte
R U B I N I J A
 
Fachzeitschrift der Bot. Ges. Hansastans
 
Archiv     -     Ausgabe 02
 

In der zweiten Ausgabe der Rubinija stellen wir das Kali-Salzkraut (Salsola kali) aus der Familie der Gänsefußgewächse (Chenopodiaceae) vor.
Die Blüten sind wie für diese Familie typisch klein und unscheinbar. Die radiären Blüten sitzen in der Achsel eines der sukkulent-fleischigen Blätter. Das häutige Perigon ist innen oft pink gefärbt und besteht aus 5 Perigonblättern. Es besitzt einen Querkiel an der Rückseite und umgibt selten drei, meist jedoch fünf Staubblätter. Die Blütezeit ist, je nach Region von Mai bis September. Die Bestäubung geschieht durch Insekten (Entomophilie) oder durch den Wind (Anemophilie). Die Frucht ist eine Nuss.
Die 15 bis 60cm hohe Pflanze ist graugrün, kahl oder kurz behaart. Sie ist vom Grund an recht verstark verzweigt. Die Blätter sind klein, sehr spitz, etwas ledrig-fleischig bis sukkulent.
Die Pflanze besiedelt trockene Standorte auf basischen Böden, salziger Untergrund wird auch vertragen.
Das Kali-Salzkraut findet sich an den Küsten Norrgards und Midgards mit den umliegenden kleineren Inseln. Gen Süden Midgards wird es seltener. Binnenstandorte sind austrocknende Seen und übersalzte Äcker.


Standort                 Blüte
Nach der ersten Ausgabe kamen diverse Reaktionen, unter denen auch gefragt wurde, ob wir nicht auch mehr für Laien schreiben könnten. Unter der neuen Rubrik "Lexikon" werden wir ab sofort bei jeder Ausgabe einen bestimmten Aspekt näher beleuchten und somit versuchen Grundbegriffe einzuführen. Diesmal soll es um den allgemeinen Aufbau der Blüte gehen.

Der Grundaufbau ist bei Blütenpflanzen an sich gleich, jedoch erfährt er viele Wandlungen innerhalb der vielen Gruppen. Fängt man bei der Blüte von außen an, so finden sich am Anfang die Kelchblätter. Die bis auf wenige Ausnahmen grünen Kelchblätter umschließen die Blütenknospe und schützen sie vor Fraßschäden. Öffnet sich die Blüte, so erscheinen zu erst die oftmals bunt gefärbten Kronblätter. Sie dienen zur Anlockung von bestäubenden Tieren, wie Bienen, Hummeln, Vögel, Schmetterlinge, aber auch Wespen, Fledermäuse und Fliegen. Die Färbung, aber auch Bau der Blüte und der Duft sind für die jeweiligen Bestäuber oft angepasst, sodass man von "Vogelblüten", "Bienenblumen" usw. spricht. Es gibt auch Fälle, in denen Kelch oder Krone fehlen, oder wo man zwischen beiden nicht unterscheiden kann. Diese Blütenblätter bezeichnet man dann als Perigon. Nach den Kronblättern bzw. dem Perigon folgen die Staubblätter. Diese bestehen aus einem länglichen "Stiel", den man Staubfaden oder Filament nennt, und einem Staubbeutel am Ende. Im Staubbeutel befinden sich die Pollen. Die Pollen sind Sporen, in denen sich die männlichen Geschlechtszellen befinden. Im Zentrum der Blüte stehen ein oder mehrere Fruchtblätter. Diese bestehen an der Basis aus einem oft verdickten Fruchtknoten, in dem die Samenanlagen mit den weiblichen Geschlechtszellen liegen. Über dem Fruchtknoten liegt der Griffel, der an der Spitze mit der Narbe abschließt. Auf der Narbe kommen die Pollen nach der Bestäubung. Dort keimen diese schlauchartig aus und wandern durch den Griffel zu den Samenanlagen. Erst dort kommt es zur Befruchtung. Bestäubung und Befruchtung sind also zwei getrennte Vorgänge.