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Fachzeitschrift der Bot. Ges. Hansastans Archiv - Ausgabe 02 |
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In der zweiten Ausgabe der Rubinija stellen wir das Kali-Salzkraut (Salsola kali) aus der Familie der Gänsefußgewächse (Chenopodiaceae) vor.
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Nach der ersten Ausgabe kamen diverse Reaktionen, unter denen auch gefragt wurde, ob wir nicht auch mehr für Laien schreiben könnten. Unter der neuen Rubrik "Lexikon" werden wir ab sofort bei jeder Ausgabe einen bestimmten Aspekt näher beleuchten und somit versuchen Grundbegriffe einzuführen. Diesmal soll es um den allgemeinen Aufbau der Blüte gehen. Der Grundaufbau ist bei Blütenpflanzen an sich gleich, jedoch erfährt er viele Wandlungen innerhalb der vielen Gruppen. Fängt man bei der Blüte von außen an, so finden sich am Anfang die Kelchblätter. Die bis auf wenige Ausnahmen grünen Kelchblätter umschließen die Blütenknospe und schützen sie vor Fraßschäden. Öffnet sich die Blüte, so erscheinen zu erst die oftmals bunt gefärbten Kronblätter. Sie dienen zur Anlockung von bestäubenden Tieren, wie Bienen, Hummeln, Vögel, Schmetterlinge, aber auch Wespen, Fledermäuse und Fliegen. Die Färbung, aber auch Bau der Blüte und der Duft sind für die jeweiligen Bestäuber oft angepasst, sodass man von "Vogelblüten", "Bienenblumen" usw. spricht. Es gibt auch Fälle, in denen Kelch oder Krone fehlen, oder wo man zwischen beiden nicht unterscheiden kann. Diese Blütenblätter bezeichnet man dann als Perigon. Nach den Kronblättern bzw. dem Perigon folgen die Staubblätter. Diese bestehen aus einem länglichen "Stiel", den man Staubfaden oder Filament nennt, und einem Staubbeutel am Ende. Im Staubbeutel befinden sich die Pollen. Die Pollen sind Sporen, in denen sich die männlichen Geschlechtszellen befinden. Im Zentrum der Blüte stehen ein oder mehrere Fruchtblätter. Diese bestehen an der Basis aus einem oft verdickten Fruchtknoten, in dem die Samenanlagen mit den weiblichen Geschlechtszellen liegen. Über dem Fruchtknoten liegt der Griffel, der an der Spitze mit der Narbe abschließt. Auf der Narbe kommen die Pollen nach der Bestäubung. Dort keimen diese schlauchartig aus und wandern durch den Griffel zu den Samenanlagen. Erst dort kommt es zur Befruchtung. Bestäubung und Befruchtung sind also zwei getrennte Vorgänge. |